Schokokuchen statt Elfmeterschießen
Aufwärmen vor dem Anpfiff: Goiserer Geschichte(n) statt Pressekonferenz
Bevor beim Steegwirt aufgetischt wird, geht’s zuerst locker ins „Trainingslager“. Der Themenweg „Goiserer Geschichte(n)“ führt in rund 1,5 Stunden durch Bad Goisern, vorbei an historischen Häusern, alten Salz-Handwerken und den Geschichten eines Ortes, der irgendwie immer ein bisserl eigensinnig, herzlich und besonders geblieben ist. Über 30 Stationen erzählen von der Vergangenheit des Marktes. Vom Salz. Vom Leben. Von den Menschen. Und davon, warum die Goiserer vermutlich schon lange vor dem modernen Fußball wussten, was Teamgeist bedeutet. Oder wie man hier sagt: „Bua, is’s wo recht gschmah, sand gwiß Goiserer da.“ Der Spaziergang ist gemütlich, eben und perfekt für alle, die zwar Fußball lieben, aber trotzdem keine Bergwertung brauchen.
Themenweg Goiserer Geschichte(n)
Der perfekte Spielzug: Erst See, dann Steegwirt
Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, nimmt statt dem Spaziergang den Ostuferradweg am Hallstättersee. Und ehrlich gesagt: schöner kann man kaum einlaufen. Direkt am Wasser führt die Route entlang des fjordartigen Hallstättersees Richtung Obertraun. Highlight der Strecke ist die spektakuläre Hängebrücke über die tiefste Stelle des Sees — ganze 125 Meter geht’s hier senkrecht hinunter. Fast so tief wie die Verzweiflung eines Verteidigers gegen Arnautović im Strafraum. Der Weg verläuft großteils direkt am Ufer, mit kurzen Waldpassagen, Blicken aufs Dachsteinmassiv und genug Platzerl für kleine Pausen mit Seeblick.
Wichtig wie im Fußball:
Rücksicht aufeinander gehört zum Fair Play. Deshalb gilt auf den gemeinsamen Passagen zwischen Wanderern und Radfahrern besondere Aufmerksamkeit.
Ostuferradweg am Hallstättersee
Die Kabinenansprache kommt aus der Küche
Und dann folgt endlich der Treffer des Tages: Einkehr beim Steegwirt. Denn hier kocht jener Mann, der seit der EURO 2016 fixer Bestandteil des österreichischen Nationalteams ist. Fritz Grampelhuber kennt sie alle. Die Lieblingsgerichte. Die Rituale. Die Nervosität vor wichtigen Spielen. Und wahrscheinlich auch die geheimen Dessert-Schwächen der Mannschaft.
David Alaba liebt die legendären Gamskäsekrainer. Michael Gregoritsch lässt sich Beuscherl organisieren. Marko Arnautović steht auf Risotto, Fleischlaberl und Spanferkel. Und Christoph Baumgartner? Der dürfte laut Fritz hauptsächlich wegen dem Schokokuchen mit Latscheneis so schnell laufen. Das Rezept fürs Eis bleibt allerdings streng geheim. „Da müssen die Leute schon selbst zu uns kommen“, sagt Fritz und grinst. Ein besseres Argument für einen Ausflug gibt’s eigentlich nicht.
Mehr über den Koch der Nationalelf
Unser WM-Tipp 2026
Ein Ausflug nach Bad Goisern im Salzkammergut kommt einem Trainingslager der Nationalelf derzeit wohl so nahe wie kaum etwas anderes in Oberösterreich. Mit Bewegung am Wasser. Mit Geschichten aus dem Salzkammergut. Mit Essen, das Fußballern Beine macht. Und mit einem Koch, der längst selbst Nationalteam-Legende ist. Oder wie Fritz sagen würde: „Irgendwie bin ich jetzt auch Nationalteam-Spieler.“
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