Eine dreiköpfige Familie beim Wandern zum Brunnsteiner See in der Ferienregion Pyhrn-Priel.
Oberösterreich

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Bergtour zum Hohen Nock in Windischgarsten

Eine lange aber abwechslungreiche Bergtour führt von Rettenbach bei Windischgarsten hinauf zum höchsten Gipfel des Sengsengebirges. Wildromantisch ist der Steig, der an der ehemaligen Koppenalm vorbei zurückführt in den Budergraben.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.
zu zweit
allein

von Sabine Neuweg und Alois Peham

Ein Weg, wie er schöner nicht beginnen könnte. Man überquert den Rettenbach und schon ist man auf dem Steig, der sogleich und stetig durch dichten Wald bergauf führt. 30 Minuten höher lichtet sich der Wald und gibt erste schöne Einblicken in den Budergraben frei, der zur Freude der Skitourengeher bis lang ins Frühjahr hinaus mit Schnee gefüllt ist. Dort wo der Graben endet, quert man über ein breites Geröllfeld nach rechts und erreicht auf etwa 1600 Meter eine Markierungstafel. Hier mündet auch der Weg von der Koppenalm, den wir beim Abstieg gehen wollen. Durch Latschengassen steigt man höher, immer der Markierung Nr. 463 folgend, bis man flacheres Gelände erreicht. Der letzte Wegabschnitt führt vorbei an senkrechten Abbrüchen  mit Tiefblicken zur Feichtau zum kurzen steilen Gipfelaufschwung. Oben dann ein herrlich grünes Hochplateau, einladend genug um hier länger zu verweilen und so mancher gönnt sich nach dem Anstieg ein erholsames Nickerchen. Aber auch der Schaugenuss ist nicht zu verachten, ist man doch inmitten des Nationalparks Kalkalpen gelandet. Für den Abstieg bleibt man zunächst am Plateau und folgt etwa eine halbe Stunde der Markierung Nr. 461 Richtung Bärenriedlau-St. Pankraz.  Dort wo der Weg sich nach rechts abwärts Richtung Bärenriedlau wendet, zweigt auf einer kleinen Lichtung der gut erkennbare Steig scharf nach links ab. Durch teilweise dichte Latschen- und Krummholzgassen kommt man ins teilweise verwachsene Almgebiet der ehemaligen Koppenalm, überquert eine Wiese und steigt durch Wald hinauf auf einen Sattel. Von dort wandert man direkt unter den Nordflanken des Hagler hinab zum Budergrabensteig. Der einsame Weg, teilweise mit Stützmauern angelegt, ist noch ein gut erhaltenes Relikt aus der Zeit, als dieses Almgebiet noch beweidet war. Von der Abzweigung im Budergraben folgt man dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

Daten und Fakten

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Rettenbach Jagdhütte

Anreise: auf der Pyhrnautobahn, Abfahrt Windischgarsten, dann links über Rading zum Parkplatz

Charakteristik: schöne aber lange Bergwanderung auf großteils markierten Steigen, kurzer steiler Gipfelanstieg, der Weg über die Koppenalm ist nicht markiert, aber in den Karten eingezeichnet

Zeiten & Höhen: Gehzeit: 6 Stunden, Höhendifferenz: 1500 m, Parkplatz Rettenbach  (610 m) – Hoher Nock (1963 m)

Einkehr: GH zum Niesl in St. Pankraz, Gasthäuser in Windischgarsten

Karten: Freytag & Bendt Nr. 081, Kompass Nr. 70

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