
Der felsige Torwart des Salzkammerguts
Der weithin sichtbare Felsklotz über dem Traunsee hat schon früh die Menschen angezogen.
In seinen steilen Flanken gingen die Kaiser Maximilian und Franz Joseph dem Waidwerk nach. Im 19. Jahrhundert wagten sich die ersten Touristen auf seinen Gipfel, unter ihnen auch der Dichter Nikolaus Lenau.
Wie dem Reiseschriftsteller Joseph August Schultes, dem es bei einer Ersteigung „grün und gelb vor den Augen“ wurde, ergeht es noch heute manchen Bergsteigern: Selbst der leichteste der drei markierten Anstiege ist ausgesetzt und gesichert.
Dafür genießt man oben einen fantastischen Rundblick – und obendrein den Luxus von gleich zwei vorzüglich bewirtschafteten Hütten. Vom Parkplatz geht man entweder auf der asphaltierten Forststraße oder rechts auf dem schmalen Weg zur Jausenstation Moaristidl und dem Seeufer entlang nach Süden.
Beide Routen vereinigen sich vor dem ersten der beiden ansteigenden Tunnels durch die Traunstein- Westwand, durch die man zur Brücke über den Lainaubach gelangt (eine lohnende Alternative wäre der Miesweg). Wir gehen auf der Schotterstraße durch das Tal hinauf und geradeaus an einer Abzweigung vorbei.
Kurz danach erreicht man den Rastplatz beim „Kaisertisch“. Folgt man der Straße weiter, erreicht man nach wenigen Minuten die Mairalm. Der Traunsteinweg (Nr. 412) zweigt beim Kaisertisch links ab, führt über das meist trockene Bachbett und quert eine Rinne, dann schlängelt er sich über steile Waldhänge aufwärts.
Weiter oben wird die Sicht frei und man erreicht in einer Schuttrinne das „Bründl“, die einzige Quelle am Traunstein. Links haltend kommt man in sehr steiles Felsgelände; die ausgesetzten Passagen bei der „Kette“ sind jedoch gut gesichert.
So erreicht man den Rand des welligen Gipfelplateaus. Links führt ein lohnender Abstecher in wenigen Minuten zur Traunkirchner Hütte auf dem Traunkirchnerkogel, rechts geht’s zur Gmundner Hütte auf dem Fahnenkogel und weiter zum großen Gipfelkreuz des Traunsteins. Abstieg auf der gleichen Route.
| Ausgangs-/Endpunkt: | Parkplatz am Ende der Traunsteinstraße von Gmunden, 430 m. |
| Gehzeit: | Aufstieg 3–3,5 h, Abstieg 2,5 h |
| Charakter: | anspruchsvolle Bergtour auf einem ausgesetzten, aber gut gesicherten Weg. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind notwendig; nicht bei Nässe und Schneelage gehen! |
| Höhe: | 1691 m |
| Rastmöglichkeiten: | Jausenstation Moaristidl am Traunsee, Mairalm, Traunkirchner und Gmundner Hütte. |
|
Tourismusverband Ferienregion Traunsee
Toscanapark 1, 4810 Gmunden Tel.: +43 (7612) 74451 Fax: +43 (7612) 71410 e-Mail: info@traunsee.at Web: http://www.traunsee.at |
Diesen QR-Code kannst du mit einem Barcode-Reader auf deinem Smartphone einlesen und er führt dich wieder direkt zurück zu diesem Ausflugstipp
Was ist ein QR-Code? Noch mehr Informationen