Eine dreiköpfige Familie beim Wandern zum Brunnsteiner See in der Ferienregion Pyhrn-Priel.
Oberösterreich

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Bergtour auf die Hohe Schrott in Bad Ischl

Schroff und abweisend zeigt sich der Bergkamm, der das Trauntal zwischen Ebensee und Bad Ischl gegen das Tote Gebirge hin begrenzt. Und doch führt ein herrlich anregender Felsweg über mehrere Gipfel bis zur Hohen Schrott und hinab ins Rettenbachtal.

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zu zweit
allein

von Sabine Neuweg und Alois Peham

“Den Dachstein vor Augen, das motiviert ziemlich”, das ist einer der Einträge ins Tourenbuch beim Ausklang dieses Bergtages im Gasthaus Rettenbachmühle. Aber nicht nur der Dachstein fesselt die Blicke bei dieser Tour, fast die gesamte Bergwelt des Salzkammergutes ist aufgestellt um sich von ihrer schönsten Seite zu präsentieren. Der Herbst mit stabilem Wetter ist die ideale Zeit um diese lange Bergwanderung unter die Sohlen zu nehmen. Wir wollen die Gesamtüberschreitung machen. Ohne Abstriche. Also startet man bei der Bahnhaltestelle Steinkogl, wandert ein Stück die Offenseestraße entlang und biegt dann auf den Weg Nr. 210 ein. Ein schön angelegter Steig führt hinauf zum kleinen Almplateau der Brombergalm, wo man bei einer Quelle eine erste Rast machen und die Trinkflaschen auffüllen kann. Der Petergupf, der erste Gipfel des Kammes, ist in einer halben Stunde von hier erreicht. Tief unten der Traunsee, darüber der Traunstein, ein perfektes Fotomotiv. Immer dem Kammverlauf folgend geht es weiter und noch ist der Weg breit. Aber je mehr man sich dem Bergwerkkogel nähert, desto schmaler wird es. Die Latschen, die den Weg säumen, geben zumindest gefühlsmäßigen Halt. Ein überdachtes Felsband führt zum luftigsten Teil der Tour. Trittklammern und Seile helfen beim Anstieg zum Bergwerkkogel. Es bleibt anregend, ein Gang zwischen Himmel und Erde, die Blicke sollten aber weiter am Boden bleiben. Den Mittagkogel umgeht man auf einer Grasflanke, dann steigt dann wieder hinauf auf den Grat und hat bald darauf den breiten Gipfel der Hohen Schrott erreicht. Zwei Möglichkeiten gibt es für den Abstieg nach Bad Ischl. Für die erste bleibt man am Weg Nr. 210 und wandert über das Hochglegt und die Kotalm hinab. Der zweite, schönere Abstieg führt am Weg Nr. 220 über die Mitteralm zur Rettenbachmühle. Für die Rückkehr zum Ausgangspunkt bietet sich der Zug ab Bahnhof Bad Ischl an.

Daten und Fakten

Ausgangspunkt: Bahnhaltestelle Steinkogl bei Ebensee

Anreise: auf der B 145 nach Ebensee, weiter bis zur Abzweigung Offensee, Haltestelle Steinkogl, auch mit dem Zug ideal erreichbar

Charakteristik: schöne, aber lange Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig, kurze seilgesicherte Kletterpassage beim Bergwerkkogel, nur bei trockenen Wegen zu empfehlen

Zeiten & Höhen: Gehzeit: 8 Stunden, Höhendifferenz: 1500 m, Haltestelle Steinkogl (445 m) – Brombergalm (1430 m) - Petergupf (1646 m) – Hohe Schrott (1839 m) – Rettenbachmühle (480 m)

Einkehr: Gasthaus Rettenbachmühle

Karten: Freytag & Bendt Nr. 282 oder 284, Kompass Nr. 18

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