© Foto Oberösterreich Tourismus GmbH/Stefan Mayerhofer: Biken im Nationalpark Kalkalpen.
© Foto Oberösterreich Tourismus GmbH/Alexander Kaiser: Unterwegs bei einer Radtour in der Region Mühlviertler Alm Freistadt.
Eine Frau und ein Mann fahren mit ihren Mountainbikes vorbei an einem Mühlviertler Steinbloßhof in der Region Mühlviertler Alm Freistadt. Links im Bild ist ein Kastanienbaum zu sehen.
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Oberösterreich

Kaiser Maximilian in der Burg Wels

Wels, Oberösterreich, Österreich
  • für jedes Wetter geeignet
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Die Burg Wels wurde erstmals 776 n. Chr. schriftlich erwähnt. Ursprünglich bestand die Burg aus einem Holzbau mit Palisaden und wurde erst im 12. oder 13. Jahrhundert zu einer steinernen Festung umgebaut. Im späten 12. Jahrhundert wurde die Burg an Leopold VI., den Herzog von Österreich, verpfändet und schließlich 1222 von ihm erworben. Nach dem Aussterben der Babenberger gelangte die Burg in den Besitz der Habsburger. Unter Kaiser Maximilian I., der dort im Jahr 1519 verstarb, wurde die Burg von 1508 bis 1514 im spätgotischen Stil umgebaut.
Der Kern der heutigen Anlage (Haupthaus) stammt aus dem 11./12. Jht. Die heutige Form erhielt die Burg durch Umbauten im Spätmittelalter. Die gotischen spitzbogigen Portale und die massiven Gewölbe wurden zwischen 1435 – 1441 errichtet. Kaiser Maximilian I. ließ bis 1514 die spätgotischen Tür- und Fenstergewände, die Treppenläufe und die Lärchenholzdecke im Obergeschoss einfügen. Eindrucksvollstes Detail dieser Neugestaltung ist der Renaissanceerker. 1653 schenkte König Ferdinand IV. die Anlage seinem Erzieher Fürst Johann Weikhard von Auersperg. Über der ehemaligen Hofeinfahrt an der Westseite ist das Familienwappen der Auersperg angebracht. Der Osttrakt ist ein Anbau aus dem Jahr 1865, der erst 1980 architektonisch dem Hauptgebäude angepasst wurde. Heute ist in der Burg Wels ein Teil der städtischen Sammlungen untergebracht, darunter mit über 1600 m2 die größte kommunalgeschichtliche Dauerausstellung Österreichs.
Burggarten
Der Burggarten hat im Laufe der Zeit sein ursprüngliches Erscheinungsbild verändert, jedoch strahlt er nach wie vor eine besondere Schönheit aus. Mit wechselnden Blumenarrangements lädt er Besucher ein, ihre Seele baumeln zu lassen und Ruhe zu finden. Nebenbei wird der Burggarten gemeinsam mit der Burg als Rahmen für Theater und Konzerte genutzt.

Kaiser MAXIMILIAN I. (1459 – 1519)
Kaiser Maximilian, einer der modernsten Herrscher seiner Zeit, verbrachte aufgrund seines politischen Engagements und mehrerer Kriege nur wenig Zeit an einem Ort. "Der letzte Ritter" war viel öfter in Wels als seine Vorgänger und Nachfolger. Sein Naheverhältnis zu Wels hatte zwei Gründe: die Burg war in seinem Besitz und die Familie der Polheimer, deren Mitglieder Wolfgang und Martin enge Freunde und Vertraute des Kaisers waren. Auf seinen vielen Reisen kam Maximilian oft nach Wels und stattete die Stadt mit verschiedenen Privilegien aus. Er veranlasste den Umbau der Burg Wels sowie den Ausbau des Rathauses. Ende 1518 kam der todkranke Kaiser ein letztes Mal in unsere Stadt. Kaiser Maxi fand, dass Wels ein guter Platz zum Sterben ist. Er reiste eigens von Augsburg über Innsbruck nach Wels, wo er - von zahlreichen Krankheiten und einem Schlaganfall schwer geschwächt - seinen letzten Lebensmonat verbrachte.
Warum Wels? Das ebenfalls in seinem Besitz befindliche Schloss Linz wäre weit geräumiger gewesen als die für einen Kaiser doch recht enge und bescheidene Burg. Historiker meinen, Aberglaube könnte eine Rolle gespielt haben. Maximilians Vater Friedrich III. war im Schloss Linz gestorben.
Als Sterbezimmer wird der Raum hinter dem prächtigen Erker im ersten Obergeschoss des Südtrakts vermutet. Sterben wollte er allerdings nicht als Monarch, sondern als gewöhnlicher Mann und wünschte sich auch ein einfaches Begräbnis. Unabhängig davon verschwanden kurz nach seinem Tod alle seine in der Burg befindlichen Besitztümer. Einiges dürften seine Hofleute an sich gebracht haben. Schließlich musste Maximilian sogar mit fremdem Geld bestattet werden. Er starb am 12.1.1519 in der Welser Burg. Sein Leichenzug wurde zum größten gesellschaftlichen Ereignis (Adel, Erzbischof von Salzburg, uvm.) für Jahrhunderte. Begraben wurde er in Wiener Neustadt.

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Für Informationen beim Kontakt anfragen.

Kontakt & Service


Kaiser Maximilian in der Burg Wels
Burggasse 13
4600 Wels

Telefon +43 7242 235
E-Mail m@wels.gv.at
Web www.wels.gv.at/lebensbereiche/bildu…
https://www.wels.gv.at/lebensbereiche/bildung-und-kultur/museen-in-wels/burg-wels/
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