
„Zu unserer Frauen Capel auf dem Stein“
Malerisch erhebt sich die kleine Wallfahrtskirche in Frauenstein auf einem Bergkegel zwischen Molln und Klaus. Die Kirche ist sowohl ein beliebtes Pilgerziel, als auch als Hochzeitskirche bekannt.
Erstmals um 1300 urkundlich erwähnt, wurde das Gotteshaus auf dem Platz der mittelalterlichen Burg Steyrstain errichtet. Die ursprünglich gotische Kirche wurde, wie so viele andere Kirchen in Oberösterreich auch, im 17. Jh. barockisiert. Auch der Hochaltar mit seiner Gnadenbildmadonna im Inneren der Kirche stammt aus der Barockzeit.
Einer der bedeutendsten Kunstschätze Oberösterreichs geht jedoch noch auf die Zeit Maximilian I. zurück, nämlich die spätgotische Schutzmantelmadonna von Frauenstein. Der Legende nach soll der Kaiser am Dreikönigstag des Jahres 1489 vor der holländischen Küste in Seenot geraten sein und zum Dank für seine Errettung gelobte er, eine Schutzmantelmadonna zu stiften. Diese hat Gregor Erhard aus Ulm um 1515 in meisterhafter Weise geschnitzt. Der Auftraggeber ist unter dem Mantel der Gottesmutter deutlich zu erkennen.
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