Im letzten Teil der Trilogie KUNST IN DIE STADT!! verlassen das OK und Linz09 den sicheren Boden unter den Füßen und setzen zu neuen Höhepunkten im öffentlichen Raum an. Nach "Schaurausch" und "Tiefenrausch" werden jetzt beim "Höhenrausch" die Dächer im Zentrum von Linz bespielt und begangen. KünstlerInnen locken mit ihren Werken in himmlische Sphären.
Erlebe von 29. Mai bis 31. Oktober 2009 ein Kunstprojekt, wie es die Stadt noch nicht gesehen hat. Beim Höhenrausch begibst du dich auf einen Parcours, der im OK mit einer "Himmels Stiege" startet und über das City Parkhaus auf das Dach des Passage City Centers führt, zurück in das OK, über eine neue Brücke durch die bisher unbekannte Dachlandschaft des Ursulinenhofes. Nach etwa 1,5 Kilometer Rundweg über Stiegen, Stege, Brücken, Aussichtspunkte, Flachdächer und Dachböden landest du auf der Landstraße. Erlebe in sieben Stationen eine ungewohnte Perspektive auf die Stadt!
Steig auf in den Linzer Himmel und erlebe Kunst aus einer ganz anderen Perspektive im Zuge des einzigartigen Linz09-Projekts "Höhenrausch"!
Das Projekt
In einem gemeinsamen Kraftakt von OK, Linz09, Stadt Linz, Land OÖ und dem Wirtschaftspartner RLB Raiffeisen Landesbank OÖ entsteht ein Kunstprojekt, wie es die Stadt noch nicht gesehen hat.
Der Parcours startet im OK mit einer „Himmels Stiege“ und führt über das City Parkhaus auf das Dach des Passage City Centers, zurück in das OK, über eine neue Brücke durch die bisher unbekannte Dachlandschaft des Ursulinenhofes. Nach etwa 1, 5 km Rundweg über Stiegen, Stege, Brücken, Aussichtspunkte, Flachdächer und Dachböden landen die BesucherInnen auf der Landstraße.
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Der Rundgang
Wer hochsteigt, verwandelt sich in die Figur des Dachwanderers und erkundet in 7 Stationen eine ungewohnte Perspektive auf die Stadt:
1. Himmels Stiege
Im OK beginnt die fast endlos scheinende Himmels Stiege. Die meisten Religionen stellen sich den Weg ins Paradies als Aufstieg vor. Ein großer Teil von ihnen setzt diesen Aufstieg mit Hilfe der Leiter ins sprechende Bild. Die profane Leiter wird zum Medium, das Unvorstellbare in die Vorstellung einzuholen. In der symbolischen Wahrnehmung verkürzt sich die unendliche Strecke zu einer kurzen Kletterpartie. Die hier gebaute Stiege aus Holz verbindet oben auf dem Dach - über Treppen und Gänge - mehrere Gebäude miteinander. Einige Zweige des Weges erscheinen als Überhang des Gebäudes. Was als Himmels Stiege beginnt, entfaltet sich wie das Wurzelwerk eines Baums, das horizontal über den Dächern wuchert.
2. Luna Park
Mit der Ankunft in einem Luna Park (Parkdeck der Hochgarage Dametzstraße/Marienstraße) beschreitet das Publikum einen Ort der Sensationen, der sinnlichen Erlebniswelt. Hier können die BesucherInnen mit einer Skulptur experimentieren, die aus sechs gigantischen, mit Helium gefüllten Ballons besteht. Wer sich mit einem aufgespannten Regenschirm unter eine Sprinkleranlage stellt, erlebt den Schirm als Resonanzkörper für eine bekannte Melodie aus feinen Wasserfäden – auch bei Sonnenschein. Eine Runde mit dem Riesenrad lässt uns mitten in der Stadt sein und zugleich aus schwindelnder Höhe auf sie hinunterblicken. Der besondere Farbgebung verwandelt das Riesenrad in eine Skulptur und macht es darüber hinaus zum veritablen Aushängeschild der Kulturhauptstadt. Wer aus einer der Gondeln steigt, erlebt eine Faszinationsgeschichte des Himmels. Die Objekte, Bilder und Texte des "Himmelsmuseums" präsentieren sich den BesucherInnen in mehr als 20 Leuchtkästen wie Werbung der höheren Art. Eine "Wetterstation" präsentiert eine anschauliche Dingwelt zu den Themen Hitze und Kälte, Regen und Wind. Sie gibt Auskunft über das aktuelle Wetter und liefert Daten und Fakten zum Sommer in Linz.
3. Dach Steg
Der Weg führt weiter über das Passagedach, den größten unbekannten Dachgarten von Linz. Es gilt, die urbane Silhouette von Linz zu erkunden: Häuser, große Rauchsäulen, 30 Kirchtürme und ein Hochofenabstich. Ein Holzsteg geleitet dich sicher über das mehr als 2.000 m² große Dach. Die Stadt sehen, hören und riechen! Hier bestechen ungewöhnliche Aussichtspunkte und außergewöhnliche Videoprojektionen. Auf dem Passagedach bespielt sie einen großen Lichtballon so, dass es aussieht als wäre sie darin gefangen. Hoch über dem Dach schwebt der "Luftblasenmann" mit vier Meter Durchmesser. Er signalisiert den Menschen unten in der Landstraße, wann die Ausstellung geöffnet ist: Jeden Abend wird er eingezogen, um am nächsten Tag pünktlich wieder über der Stadt zu schweben.
4. Linz09 Lounge
Der Steg führt hinaus auf das Freideck des OK. Die Linz09 Lounge bietet Entspannung und Erfrischung. Die BesucherInnen können hier "Höhenrausch"- Grusskarten mit der Raketenbahn verschicken.
5. Kunst Labor
KünstlerInnen untersuchen das "Phänomen Höhenrausch". Oben oder Unten, Überwindung der Schwerkraft, Fliegen, Fallen und Steigen. Studien, Versuche, Untersuchungen und Experimente. Das "Kunst Labor" schlägt die Brücke zu unserem Nachbarn. Es verbindet das OK mit dem Ursulinenhof und wirft einen Blick in die neue Kunstsammlung.
6. Kräuter Garten
Das Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken eines Heilkräutergartens auf dem Dach des ehemaligen Ursulinenklosters öffnet die Sinne und schafft zugleich die natürliche Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Pflanzen, die man hier zieht, werden seit Menschengedenken zu Heilzwecken eingesetzt.
7. Dach Boden
Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Dachboden des Ursulinenhofs erstahlt in neuer Pracht, wo du ebenso auf eine Kunst-Installation stoßt. Der Abstieg über die Hintertreppe zurück in den urbanen Alltag lässt dich selbst auf Straßenhöhe die Stadt mit neuen Augen sehen.
Der Parcours führt über Stege und Stiegen – von Haus zu Haus, von Dach zu Dach. Der Weg verändert sich durch das ständige Auf und Ab. Die Räume werden im Wechsel von Innen und Außen durchquert. Die Besucher verlassen die Oberfläche des Vertrauten. Am Ende landen sie auf dem Boden der Realität, auf der Landstraße. 150 Tage bleiben für das Erlebnis „Höhenrausch“. Dann wird der Himmel über Linz wieder geschlossen.
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Die Höhepunkte:
Rotes Riesenrad als Wahrzeichen
Auf dem Parkdeck 14 steht ein 26 Meter hohes Riesenrad der Firma Rieger. Es kann benutzt werden und wirkt gleichzeitig als weithin sichtbares Kultur- und Wahrzeichen: Die baskische Künstlerin Maider López verwandelt das Rad durch farbliche Eingriffe in eine Skulptur und bringt es durch digitale Manipulation auf dem Videobild zum Verschwinden.
Japanisch-oberösterreichischer Holzsteg als Bühne
Die bekannte japanische Künstler- und Architektengruppe Atelier Bow-Wow baut eine spektakuläre Steg- und Stiegenlandschaft aus Fichtenholz, die nicht nur die Dächer begehbar macht, sondern selbst auch ein skulpturales Erlebnis ist, das sich als Bühne präsentiert. Alleine auf dem Passagedach werden 350 Laufmeter Holzsteg verbaut.
Die Stadt als Hauptdarsteller
Gerade auf dem Passagedach wird die Stadt mit all ihren Seiten im 360 Grad Winkel auf ungewohnte Weise sichtbar und hörbar gemacht. Sie bildet eine urbane Gipfellandschaft und ist die Hauptdarstellerin auf dem Rundweg.
Künstler als Jongleure der Wirklichkeit
Künstlerische Interventionen entlang des Parcours versetzen uns in einen Höhenrausch, spielen mit der Wirklichkeit, untersuchen physikalische Phänomene, erzeugen sinnliche Atmosphären und überraschen durch ungewöhnliche Verwandlungen (z.B. Wassertropfen in Musik). Diese „Schule der Wahrnehmung“ führt zur Schärfung unserer Sinne.