
Almwanderung am Rand des Hintergebirges
Eine schöne Bergwanderung führt aus dem Almgebiet der Viehtaleralm hinauf auf die höchste Erhebung des Dürrensteigkammes.
Die Bodenwies ist ein herrlicher Aussichtsberg mit eindrucksvollen Blicken bis weit hinein zu den Gesäusebergen.
Start für diese Tour ist das schöne Almgebiet der Viehtaleralm, das man über eine Bergstraße von Kleinreifling her erreicht. Anfang der 90er-Jahre gab es hier nach Erdgasprobebohrungen heftige Proteste von Naturschützern. Letztendlich wurden die Bohrungen Anfang 1993 wegen Erfolglosigkeit abgebrochen. Damit ist wieder Ruhe eingekehrt, auch das kleine Skigebiet ist nicht mehr in Betrieb und die Almwiesen gehören im Sommer wieder dem friedlich grasenden Weidevieh und den Wanderern.
Die Versorgung der Berggeher ist durch Almgasthöfe bestens gesichert, und so startet man entspannt zu dieser Rundtour. Am Waldrand geht es aufwärts bis zu einer Forststraße. Auf dieser folgt man der Markierung bis zur Menaueralm. Von hier ist es nur ein kurzer Abstecher zur im Sommer bewirtschafteten Schüttbauernalm. Herrlich präsentiert sich bereits das Gipfelziel. In voller Pracht liegt der von Süd nach Nord verlaufende Rücken der Bodenwies mit den steilen Ostabbrüchen vor uns.
Weiter führt der Weg hinauf bis zum Sandgatterl. Hier weitet sich der Blick, und oben auf dem Gipfel scheint er dann grenzenlos. Die Haller Mauern, die Gesäuseberge, Großer und Kleiner Buchstein, der Tamischbachturm, der Ötscher, der Hochschwab und natürlich das Tote Gebirge liegen vor uns. Westlich der Bodenwies lag früher die höchste Alm dieser Region: die Viehtaler-Hochalm. Wie viele der einst über 40 Almen rund um Kleinreifling wurde sie aufgelassen und ist verfallen. Heute sind es noch an die 15 Almen, die in dieser Gegend bewirtschaftet werden.
Am langen Kammverlauf steigt man hinab. Tief unten, wie eine Insel im Meer, liegt die Menaueralm. Bei der Jägeralm erreicht man schließlich wieder die Forststraße. Kurz vor dem Ausgangspunkt lädt ein Wegweiser noch zu einem Abstecher zum Borsee ein. Dieser flache Triftsee wurde einst zur Holzbringung gestaut. Heute ist der See teilweise verlandet und ein von einem Sumpfgürtel umgebenes, einzigartiges Biotop.
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