
Entdeckungen im Kürnbergerwald
Spannende Entdeckungen warten im Kürnbergerwald auf die Wanderer.
Der Römerturm führt uns 1800 Jahre zurück, der „z’klobne Stoa“ vielleicht noch weiter, aber auch der Hirschenstadel und der Prinzensteig haben Vergangenheit mit Geschichte.
Mit herrlich frischem Grün empfängt der Kürnbergerwald jene, die im Frühjahr auf Entdeckungsreise gehen. Ausgangspunkt ist Wilhering. Gleich am Ortsanfang, unweit eines alten Stadels noch vor dem Stift, zeigen Hinweisschilder den richtigen Weg an. Der Prinzensteig schlängelt sich an manchen Stellen fast wie ein alpiner Felssteig die Hänge hoch über der Donau entlang. Sogar eine kurze Passage mit Seilsicherung gibt es, gefährlich ist dieser romantische Waldsteig aber nicht. Vorbei an Felsen, einer Unterstandshütte und einem kleinen Wasserrad erreicht man am Ende des Steiges eine Forststraße.
Von hier ist man nur mehr eine Kehre vom Römerturm entfernt. Die Grundfeste dieses im 2. Jahrhundert erbauten Wachturms wurde erst 1936 entdeckt, 1991 wurde sie ausgegraben und konserviert. Ein guter Rastplatz auf den Spuren der Römer. Zurück bei der letzten Kehre der Forststraße wendet man sich nach links und folgt dem Forstweg aufwärts, bis man zu einem interessanten Naturdenkmal kommt. Der „z’klobne Stoa“ (gespaltete Stein), ein Kultplatz, ist ein großer Granitfelsen, der bei einem Hangsturz gespalten wurde.
Auf einem gut erkennbaren Weg steigt man rechts eines Bächleins höher, trifft wieder auf eine Forststraße. Vorbei an einem Teich erreicht man den markierten Wanderweg zurück nach Wilhering. Hier lag einst auch der Hirschenstadel, ein ehemaliges Jagdhaus in diesem für lange Zeit kaiserlichen Jagdgebiet. Einige Rothirsche leben auch heute noch in diesem herrlichem Wald, der jetzt im Besitz des Stiftes Wilhering ist. Auf der breiten Forststraße folgt man der Markierung. Vorbei an einem Waldstück mit sanft wogenden Seegraswiesen wandert man hinunter zum Ausgangspunkt.
Bei unserer Einkehr auf der Terrasse der Taverne Dionysos, des ehemaligen Gasthauses auf der Alm, ist ob des herrlichen Blickes auf das weite Wasser der Donau und der südländischen Gerichte fast Urlaubsstimmung aufgekommen.
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