
Steile Wege über den Almen
Der Anstieg aus dem Ausseerland auf den Sandlinggipfel ist ein abwechslungsreicher Berggang. Teilweise anspruchsvoll sind die beiden Wege, die von der herrlichen Almlandschaft hinauf in die latschenbedeckte Gipfelregion führen.
Eingebettet zwischen Loser und Sandling liegt die Blaa Alm in einem sonnigen Hochtal unweit von Altaussee. Hier beginnt der Weg, der zunächst am Almgasthaus vorbei nach Norden führt. Bei einer Wegkreuzung – rechts führt der Weg weiter zur Rettenbachalm und nach Bad Ischl – wendet man sich nach links und folgt zuerst der Forststraße und dann dem Weg Nr. 201 durch den Wald bis hinauf zur Ausseer Sandlingalm. Verstreut liegen die Hütten unter den Steilabbrüchen des Sandlingstockes.
Schöne Blicke zum Loser verleiten zu einer ersten Rast. Über einen Sattel geht es dann höher und bald hat man das weite Almgebiet der Vorderen Sandlingalm erreicht. Gewaltig war der Felssturz, der 1920 einen Teil des Gipfels, das Pulverhörndl, in die Tiefe gerissen hat. Noch heute sieht man die Geröllmassen, und verstreut über die Almwiesen liegen noch die Felsblöck, die einst hier heruntergedonnert sind. Hier beginnt auf dem Weg Nr. 250 der Anstieg zum Gipfel. Über den teilweise steilen aber gut gesicherten Steig klettert man zwischen den Latschen – immer wieder mit Seilsicherungen als Hilfe – höher und erreicht das Plateau unter dem Gipfel.
Etwa 100 Höhenmeter sind es noch bis zum höchsten Punkt, der mit einem eindrucksvollen Blick zum Dachsteingletscher belohnt wird.
Tief unten liegen die kleinen Almhütten der Sandlingalmen. Für den Rückweg nimmt man am besten den Weg, der von der letzten Abzweigung weg über das Plateau hinüberführt.Auch hier gibt es beim Abstieg zum Sattel einige Seilsicherungen, aber dieser Weg ist weniger steil und im Abstieg angenehmer zu gehen. Wieder zurück bei der Ausseer Sandlingalm genießt man noch einmal die herrliche Almlandschaft. Irgendwann muss man aber dann doch aufbrechen und im Licht des späten Nachmittags zurückkehren zum Ausgangspunkt bei der Blaa Alm.
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