
Viele Wege führen auf die Gis
Im Jahr 1856 erbaute man am höchsten Punkt des Lichtenbergs eine Aussichtswarte. Die Giselawarte wurde nach der in diesem Jahr geborenen Tochter von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth benannt. Aus allen Richtungen führen Wege zu diesem Aussichtsbalkon über Linz.
Viele Jahrzehnte war die Gegend um den Lichtenberg das bevorzugte Ziel der Linzer Wanderer und Bergsteiger. Hütten wurden erbaut, und auch im Winter herrschte reges Treiben. Die klassische Skitour der Linzerinnen und war die Fahrt mit dem Postbus nach Kirchschlag und von dort mit den Skiern über die Gis, die Koglerau und den Pöstlingberg hinab nach Linz.
Wanderwege aus allen Richtungen führen hinauf zum höchsten Punkt bei der Giselawarte. Allein drei markierte Wege beginnen in Linz, und immer wieder ist man erstaunt darüber, wie schnell man dem hektischen Treiben der Stadt enteilen kann.
Unweit des Petrinums in Urfahr an der Knabenseminarstraße beginnt die Markierung des Weges Nr. 144, der abwechslungsreich durch herrlich schattige Wälder hinaufführt durch das Tal des Dießenleitenbaches nach Lichtenberg und weiter bis zum Gasthaus zur Gis. Bereits 1702 wurde hier in der Kuhenödt (Kuhweide in der Einöde) eine Jausenstation eröffnet. Nach weiteren Rodungen lichteten sich die Hänge und der Name Lichtenberg entstand. Auf der großen Terrasse des Gasthauses treffen sich Ausflügler, Wanderer und Mountainbiker, um bei g’schmackiger Hausmannskost die gute Aussicht zu genießen. Wer noch höher hinaus will, der sollte sich im Gasthaus den Schlüssel für die Aussichtswarte besorgen und die 10 Minuten hinaufsteigen zum großen Rundumblick.
Für den Rückweg nach Linz nimmt man am besten den Weg Nr. 109, der über Neulichtenberg hinabführt zum Bauernhof Ebner. Vorbei am nicht weit davon entfernten Breuer-Marterl geht es durch den Wald hinab zur Schückerbauerkapelle.
Einmal noch genießt man die schönen Blicke über die Stadt und zum Pöstlingberg, ehe man durch die Siedlungen am Bachlberg hinunterwandert, direkt hinein in den einladenden Gastgarten des Gasthauses Lehner. In wenigen Minuten hat man von hier wieder den Ausgangspunkt erreicht.
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