
Auf historischen Wegen zur Simonyhütte
Die älteste Schutzhütte und der höchste Gipfel in Oberösterreich, beides sind starke Anziehungspunkte auf dem Dachstein. Von blühenden Almwiesen bis zu schwindenden Gletschern – gegensätzlicher könnte der Kontrast kaum sein.
Am Beginn der Rundwanderung steht die Auffahrt mit den drei Sektionen der Dachsteinseilbahn zum Krippenstein und weiter auf die Gjaidalm. Von hier folgt man den Beschilderungen zur Simonyhütte. Die zwei Wege, die von der Gjaidalm zur Hütte führen, könnten unterschiedlicher nicht sein und ergeben eine abwechslungsreiche Rundtour. Der klassische Hüttenzustieg, der Weg Nr. 650, wurde vor einigen Jahren saniert und ist ein bequemer Bergweg ohne Schwierigkeiten. Ganz anders der Trägerweg, ein Steig, der sich streckenweise ruppig und kratzbürstig gibt und weniger begangen wird. Durch großartige, von Wasser und Eis geformte Felsformationen führt der Steig von der Gjaidalm ausgehend hinauf aufs Oberfeld nahe der Kaserne und unter dem Taubenkogel bis zur Simonyhütte. Besonders im letzten Abschnitt beeindrucken die ausgewaschenen Felsformationen und der sich immer weiter zurückziehende Hallstätter Gletscher. Über dem Eissee führt der Trägerweg dann hinüber zum Bergsteigerzentrum unter den Kletterfelsen des Schöberl.
Vor einigen Jahren hat ein neuer Hüttenwirt hier Einzug gehalten. Michael Haid ist gemeinsam mit seinem jungen Team mit viel Elan und neuen Ideen gestartet. Neben Neuerungen im kulinarischen Angebot können sich Bergsteiger nach der Tour sogar mit einer Massage verwöhnen lassen.
Das Ziel vieler Bergsteiger hier ist natürlich die Besteigung des Hohen Dachsteins. Zusätzlich zu den Kletter- und Tourenmöglichkeiten rund um die Hütte steht den Bergsteigern auch eine überdachte und beleuchtete Kletterwand zur Verfügung, die Toni Rosifka, der langjährige Hüttenwirt der Simonyhütte im Jahr 2000 in einer 14 Meter tiefen Doline unweit der Hütte eingerichtet hat. Die Familie Rosifka, die von 1977 an die Hütte bewirtschaftet hatte, übersiedelte mit ihren weitum bekannten Huskys in die neu errichtete Lodge am Krippenstein.
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