
Badekultur anno dazumal
Die Wolfsschlucht unterhalb der Burg von Bad Kreuzen ist ein wildromantisches Ausflugsziel. Im 19. Jahrhundert war sie jedoch mehr als das:
Gemäß den Lehren des Naturheilers Vinzenz Priessnitz funktionierte man dort Wasserfälle zu Duschen und natürliche Wasserbecken zu Wellenbädern um. 1988 entdeckte man sogar einen sauber aus Granit gemeißelten „Badstein“ wieder.
Von den vielen Holzbauten in dieser „Heilklamm“ sind heute nur noch Fundamente und Pfostenlöcher übrig, dafür weisen Schilder auf ihre Lokalitäten wie etwa die „Neptunsgrotte“ hin. So ist hier ein origineller „Badekultur-Wanderweg“ entstanden.
Wir beginnen am besten mit einem Besuch der 900 Jahre alten Burg, die zeitweise nachmittags zugänglich ist: Der Blick von ihrem Turm eröffnet ein herrliches Panorama bis zu den Alpen. Der Weg zu unserem Wanderziel beginnt beim Gasthof Aichinger neben der Wallfahrtskapelle Aigner-Kreuz.
Wir folgen der alten Straße links ins Kempbachtal hinunter und zweigen dort nach der Brücke links auf den Waldweg ab. Er leitet uns zum unteren Eingang der Wolfsschlucht. Der Bach hat sich hier tief in 390 bis 400 Millionen Jahre alten Weinsberger Granit eingegraben.
Ihren Namen hat die Schlucht übrigens nach einer Sage, der zufolge sich ein Mönch durch einen waghalsigen Sprung vor einem Wolf rettete. Wo Sie den ersten Steg überqueren, befanden sich einst die „Greiner Duschen“; die „Wiener Wellen- Bäder“ garantierten weiter oben bei einem Wasserfall für Abhärtung.
Auf vielen Stufen geht’s neben dem wilden Wasser zur „Anton-Bruckner-Zuflucht“, zur „Neptunsgrotte“ und zur „Herzogsquelle“ empor; rechts des Weges lag ein eigenes „Damenbad“. Hier findet man auch den erwähnten „Badstein“.
Auf dem Höhenweg kann man links nach Neuaigen zurückwandern. Wer länger Zeit hat, sollte hier die Möglichkeit für eine „Zusatzrunde“ auf dem Frauensteinweg (Nr. 5 und 5 b) ergreifen. Über Kollroßdorf kommt man dabei zum Bauernhof Großsteiner unter dem 520 m hohen Frauenstein.
Dessen Gipfelfelsen weist eine Sitzmulde und eine stets mit Wasser gefüllte Steinschale auf – hier soll sich die Muttergottes die Füße gewaschen haben. Vorbei am Gaisbergerhof und der Speckalm gelangt man wieder ins Tal der Wolfsschlucht hinab.
| Öffnungszeiten: | Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez |
| Kinderfreundlich: | Kinder ab 10 Jahren, Kinder 6-10 Jahre, Kinder 3-6 Jahre |
| Ausgangs-/Endpunkt: | Bad Kreuzen, Ortsteil Neuaigen unterhalb der Burg Kreuzen, 474 m (zu Fuß vom Ortszentrum auf dem Villa-Böck-Weg und dem Aignerberg erreichbar). |
| Gehzeit: | kurze Runde ca. 1,5 h, längere Wanderung 2,5–3 h. |
| Charakter: | kurze oder längere Wanderung auf Güterwegen, Waldpfaden und einem gut angelegten Schluchtsteig. |
| Rastmöglichkeiten: | in Bad Kreuzen, Speckalm. |

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Tourismusverband Bad Kreuzen
Bad Kreuzen 20A , 4362 Bad Kreuzen Tel.: +43 (7266) 6255-78 Fax: +43 (7266) 6530 e-Mail: bad-kreuzen@oberoesterreich.at Web: http://www.oberoesterreich.at/bad-kreuzen |
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