
Vom Kneipp-Bad zum Kerzenstein
Müde? Schlapp? Abgespannt? Dagegen gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine belebende Kneippkur bei den Marienschwestern in Bad Mühllacken oder eine Wanderung ins Pesenbachtal, das beim dortigen Kurhaus ins Flachland mündet.
Die Route in die romantische, unter Naturschutz gestellte Waldschlucht führt zunächst zum Naturbad, zur Quellfassung für den Kurbetrieb und zur Klausbrücke; dazwischen verlockt der bergwärts abzweigende, steile und serpentinenreiche Schustersteig zu einem Abstecher zur Ruine Oberwallsee.
Jenseits der Brücke führt ein bequemer Promenadenweg weiter ins Tal hinein. Wir bleiben jedoch am rechten Ufer, über dem ein anfangs noch breiter Pfad im Auf und Ab dahinzieht. Bald erreichen wir die Abzweigung zum Schlagerwirt, zu dem sich ein zweiter, diesmal kulinarisch motivierter Abstecher anbietet.
Unten im Tal gelangt man dagegen zu einem kleinen Wasserfall und zum 5 m tiefen „Grünen Tümpel“ (rechts führt ein weiterer Weg zum Schlagerwirt – ein Tipp für den Rückweg).
Wir wandern weiter in den engen Taleinschnitt hinein, vorbei an der „Schwarzen Klamm“, am „Sunntümpel“ und am „Blauen Tümpel“. So erreicht man die „Blaue Gasse“, den sagenumwobenen „Teufelsbottich“ und schließlich nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg das Wahrzeichen der Pesenbachklamm:
Mitten im Wald ragt der 12 m hohe Kerzenstein in die Luft – schlank, von den Kletterern als Übungsgelände geschätzt und mit einem Kreuz gekrönt. Geologen streiten darüber, ob er wirklich durch Frostverwitterung während der letzten Eiszeit entstanden ist.
Für die Volkskundler ist es dagegen klar, dass es sich bei ihm um einen schon vor Urzeiten kultisch verehrten „Phallusstein“, also um einen „Ort der Kraft“ handelt. Hier kehren die meisten Besucher um, um auf einer der erwähnten Wegvarianten zum Ausgangspunkt zurückzuwandern.
| Interesse(n): | Wandern / Nordic Walking / Laufen |
| Ort: | Feldkirchen an der Donau |
| Bezirk: | Urfahr-Umgebung |
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| Öffnungszeiten: | Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez |
| Ausgangs-/Endpunkt: | Bad Mühllacken, 278 m |
| Gehzeit: | 3–4 h |
| Charakter: | einfache Wanderung auf gut markierten, aber stellenweise schmalen und rutschigen Wegen und Pfaden |
| Rastmöglichkeiten: | Gasthöfe in Bad Mühllacken, Schlagerwirt |

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