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Benediktinerstift und Sternwarte Kremsmünster

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Ansicht von Stift Kremsmünster
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Kremsmünster
Samstag, 11.02.2012
Temperatur: -10 bis -7°C
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© TV Bad Hall - Kremsmünster / Weissenbrunner
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Das Benediktinerkloster Kremsmünster gehört mit seinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Barockbauten zur größten Klosteranlage Österreichs. Dort und da lugt der spätromanische Kern hervor. Geistliches Zentrum der Anlage ist die 78 Meter lange Stiftskirche. Die angrenzende Michaelskapelle und der Klosterfriedhof laden zum Verweilen und zu einem besinnlichen Rundgang ein. Das seit September 2007 bestehende Goethezentrum greift die lange literarische Bildungstradition des Stiftes auf. Der barocke Fischkalter gehört zu den architektonischen Besonderheiten. Die verschiedenen Fischarten in den fünf Becken erfreuen nicht nur Kinder.

Stiftskirche
Die heutige Gestalt der Stiftskirche geht im wesentlichen auf die Barockisierung des 17. und 18. Jahrhunderts unter den Stiftsbaumeistern Carlo Antonio Carlone und Jacob Prandtauer zurück. Unter den Dekorationen aus Stuck und Freskomalereien der Brüder Ginzenberger schlummert aber immer noch die gotische Architektur des 13. und 14. Jahrhunderts. Die frühgotische Basilika mit östlichem und westlichem Querhaus, im Osten mit einem in die Vierung hinausgezogenen Hochchor und ans Querhaus angesetzten Seitenapsiden, im Westwerk einem Hochchor über die gesamte Breite des Querhauses mit vorgesetztem zweigeschoßigem Torbau, im Schiff hohe Seitenschiffe und niedrigem, von Oculi durchfenstertem Obergarden, gegliedert von kreuzförmigen Pfeilern mit vorgesetzten Halbsäulen hat sich fast vollständig unter der barocken Oberfläche erhalten. Beim Öffnen der Stiftergruft vor dem Hochaltar kam das Hochgrab des Stiftersohnes Gunther zum Vorschein, das heute im südlichen Läuthaus einen neuen Aufstellungsort gefunden hat. Ab 1304 nachweisbar, war es bis ins 18. Jahrhundert hinter dem Kreuzaltar in der Mitte des Kirchenschiffes platziert. Erst als Prandtauer mit der heute sichtbaren Mittelstiege den Hochchor zum Schiff hin öffnete, wurde es abgetragen und in einer eigenen Gruft vor dem Hochaltar beigesetzt. Die Grabplatte zählt zu den monumentalsten Großplastiken dieser Zeit in Österreich.

Fischkalter
Zu den eigentümlichsten Architekturschöpfungen des Stiftes Kremsmünster zählt der "Große Fischbehälter" östlich des äußeren Stiftsportals. Er schreibt eine Bautradition des frühen 17. Jahrhunderts fort, in der bereits dem Portal gegenüber ein solches arkadengesäumtes Bassin zur Aufbewahrung der im Kloster benötigten Speisefische entstanden war.

Kaisersaal
Am Schnittpunkt von Gasttrakt und äbtlicher Residenz gelegen erstreckt sich der Sommerliche Festsaal des Abtes über zwei Geschosse. Diese Halle darf als eine Neuschöpfung Carlo Antonio Carlones gelten (1693 - 1695). Die Geschoßhöhe orientiert sich an der Dimensionierung den östlich angrenzenden Abteiräumen. Zur ursprünglichen Ausstattung des Saales gehört heute nur mehr das Deckengemälde des Münchner Hofmalers Melchior Steidel, das die mangelnde Raumhöhe durch die Architekturmalerei auszugleichen sucht.

Schatzkammer
Im ehemals Kaiserlichen Schlafzimmer des Adligen Gasttrakts (Gobelinzimmer) im zweiten Obergeschoß werden seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts die wichtigsten Cimelien des Stiftes gezeigt.

Tassilokelch
Das wohl kostbarste Stück agilofingischer Schatzkunst, das den Untergang der freien Bayrischen Herzöge überdauert hat, ist der nach seiner Fußumschrift benannte Tassilokelch, der in Kremsmünster so eng mit der Stiftstradition verwachsen ist, dass er unabhängig von seiner Entstehung hier gleichsam im Rang einer Reliquie die Stiftsmitglieder an ihren Stifter rückzubinden vermag.

Tassilo-Leuchter
Die in der Haustradition ebenfalls auf Herzog Tassilo zurückgeführten Tassiloleuchter, dürften in ihrer derzeitigen Montierung nicht vor dem 10. Jahrhundert entstanden sein. Offensichtlich wurden verschiedene Spolien zusammengefügt, ohne dass man entscheiden könnte, welche Teile wirklich die älteren wären.

Codex Millenarius Maior
Der Codex Millenarius, der alle vier Evangelien in lateinischer Übersetzung enthält, gehört zu jenen drei kostbaren Heiligtümern des Klosters, die von überragendem sakralen und kulturhistorischen Wert sind. Neben dem Tassilokelch und den Tassiloleuchtern ist auch der Codex Millenarius heute noch in feierlicher Verwendung. Sein unschätzbarer Wert bestimmt sich durch sein hohes Alter, durch die Schönheit seiner Schrift und durch seinen hervorragenden Buchschmuck.

Sammlungen
Mit dem politischen Aufstieg der Abtei während der Gegenreformation entstanden umfangreiche Sammlungen, die sowohl dem Repräsentationswillen der Äbte als auch dem Bildungsideal der Brüder in den Schulen des Stiftes entsprachen. Aus den Kaiserlichen Sammlungen Rudolphs II. in Prag wurden unter Abt Anton Wolfrath die ersten Gemälde für die äbtliche Galerie erworben. Seine Nachfolger erweiterten systematisch diese Sammlungen.

Wunderkammer
Im Zusammenhang mit einer Führung in der Bildergalerie wird auch die Kunst- und Wunderkammer gezeigt. Diese umfasst eine Sammlung von Objekten, wie sie in der historischen Sammlung gewachsen ist.

Bibliothek
Die Bibliothek mit ihren 160.000 Bänden zählt zu den größten stiftischen Büchersammlungen Österreichs. Auf einer Länge von 65 Metern schuf wiederum Carlo Antonio Carlone das barocke Gehäuse, in dem diese Sammlung während der 80er Jahre des 17. Jahrhunderts einen repräsentativen Rahmen erhielt. Zugleich entwickelte der Baumeister hier zum ersten Mal nördlich der Alpen das Konzept einer Galeriebibliothek, das die vier aufeinanderfolgenden Säle mit Portalen verbindet.

Sternwarte
1744 stiftete die Erzherzogin Maria Theresia für Kremsmünster eine Ritterakademie, die der Schulischen Tradition Kremsmünsters eine neue Facette hinzufügen sollte. Im Sinne der Frühaufklärung sollten hier jene Adligen eine Grundausbildung für ihre spätere Aufgabe als Grundherren erhalten, indem sie sich anstelle der Cevallierstour an einem Ort die wesentlichen Kenntnisse im Bereich der Sprachen, Technik, Kunst und Wissenschaft aneignen sollten.

Goethezentrum
Seit Herbst 2007 beherbergt das Stift das Goethezentrum und ist somit Sitz der Goethe-Gesellschaft. Die Bestände der Gesellschaft (vier originale Handzeichnungen des Dichters, Autographen von Goethe, Hofmannsthal und anderen Literaten, eine wissenschaftlich wertvolle Bibliothek sowie andere Museumsstücke) sollen nicht nur die Sammlungen des Stiftes ergänzen, sondern auch wissenschaftlich betreut und publikumswirksam ausgestellt werden.

Stiftskellerei
Unter dem Motto "Weinbau seit mehr als 1200 Jahren" ist die Weinkellerei Stift Kremsmünster eines der traditionsreichsten Weinbaubetriebe in Österreich. Derzeit umfasst das Weingut ca. 40 ha zum Teil erstklassiger Lagen in der Wachau, im Kremstal und im Mittelburgenland. Die Weingärten sind verpachtet - gegen Naturalpacht. In der Weinkellerei füllen werden die, von Top-Winzern gekelterten edlen Tropfen, zum Großteil selbst abgefüllt und vermarktet - durchschnittlich ca. 2.000 Hektoliter pro Jahr. Besuche die Kellerei im Stift (Montag bis Freitag, 8-12 und 13-17 Uhr). Für eine Weinverkostung als Rahmenprogramm oder Ausklang eines Besuchs, nimm bitte Kontakt mit Kellermeister auf.

Klosterladen
Für alle Besucher ist der Klosterladen Treffpunkt und Info-Point sowie Ausgangspunkt aller Führungen durch die verschiedenen Sammlungen des Stiftes. Natürlich lässt sich im Klosterladen auch Sinnvolles und Wertvolles entdecken, ob man nun ein passendes Geschenk sucht, oder sich selbst eine Freude machen möchte. Ein breites Angebot lädt zum Staunen und Schmökern ein.

Gärtnerei
Schon seit Jahrhunderten spielt der Garten im Stift Kremsmünster eine große Rolle. So wurden früher Palmen und exotische Früchte gezüchtet. Heute ist die Gärtnerei in drei Sparten aufgeteilt: Gemüse, Floristik und Blumen. In den Glashäusern warten Tausende Beet- und Balkonblumen auf dich. Die Stiftsgärtnerei bietet aber nicht nur Blumen, sondern auch Gemüse und Kräuter.

Quelle: www.stift-kremsmuenster.at

Stift Kremsmünster: Bibliothek
 
Stift Kremsmünster - Kirche
 
Kremsmünster: Stift Kremsmünster - Innenhof
Stift Kremsmünster: Stiftsbibliothek
 
Stift Kremsmünster: Stiftsbibliothek mit verborgener Tür
 
Stift Kremsmünster: Bibliothek

Informationen

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Kontaktadressen

Anbieter

Stift Kremsmünster
4550 Kremsmünster
Tel.: +43 (7583) 5275-150
Fax: +43 (7583) 5275-159
e-Mail: stift@kremsmuenster.at
Web: http://www.stift-kremsmuenster.at
Unverbindliche Anfrage an stift@kremsmuenster.at

Tourismusverband

Urlaub in der Ferienregion Bad Hall und Kremsmünster
Tourismusverband Bad Hall - Kremsmünster
Kurpromenade 1 , 4540 Bad Hall
Tel.: +43 (7258) 7200
Fax: +43 (7258) 7200 -20
e-Mail: info@badhall.at
Web: http://www.badhall.at
Unverbindliche Anfrage an info@badhall.at

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