
Almleben im Urwald
Mit 600 ha ist die Feichtau die größte der 20 „bestoßenen“ (bewirtschafteten) Almen im Nationalpark Kalkalpen. Der urige Wald rundum wurde viele Jahrzehnte nicht mehr genützt.
Die wieder errichtete Almhütte umfasst einen Stall und eine Käserei, Solarenergie sorgt für das nötige Warmwasser. Vom Bodinggraben führt eine 3,3 km lange Forststraße dem Blöttenbach entlang nach Westen.
Vorbei an der Lettneralm kommen wir nach etwa 30 Min. zur idyllisch im Talschluss gelegenen Blumaueralm. Unser Weg führt über die Wiesenfläche und geht dann bei einer großen Kehre (Umkehrhütte) in einen Karrenweg über, der dem Bach entlangführt.
Stets hat man einen prächtigen Blick auf die gewaltigen Nordabstürze des Nockmassivs. Einzigartig ist hier, dass sich der Bergmischwald unmittelbar bis in die Felsregionen hinauf erstreckt. Schließlich beginnt der Weg im Wald etwas stärker zu steigen.
Vor dem Haltersitz kommen wir am „Herzerlsee“ vorbei, der im Frühjahr ein Refugium für orangebauchige Bergmolche ist. Danach halten wir uns rechts und gelangen auf den Verbindungskamm zwischen Nock und Rotgsoll.
Nun trennt uns nur noch eine Viertelstunde von der Feichtaualm: Auf dem rot bezeichneten Nock-Anstiegsweg gelangt man rechts durch urigen Fichtenwald zur bewirtschafteten Polzhütte und zur ÖAV-Selbstversorgerhütte.
Nach der Jause hat man die Wahl zwischen der kurzen Wanderung durch den so genannten Feichtauer Urwald zu den beiden Feichtauseen und der schwierigen Bergtour auf den Hohen Nock, den höchsten Gipfel im 20 km langen Sengsengebirge.
Wählt man letztere Route, folgt man dem Weg 466 zurück zum Haltersitz, geht kurz durch die Westflanke und dann wieder auf dem Grat bis vor einen großen Latschenriedel.
An einem kanzelartigen Felsen vorbei und durch Latschengassen unter den überhängenden Felsen des Nordgrats ins weite, schutterfüllte Nockkar. Durch dieses im stetigen Anstieg zu einer kleinen Mulde, aus der man über Geröll und kleine Felsstufen eine schräge, schluchtartige Rinne erklimmt.
Sie gibt den Weg auf das wellige Plateau mit seinen Dolinen frei (rechts lohnt sich der Abstecher zum Kreuz auf dem Seehagel – herrlicher Tiefblick zu den Seen). Links zur nahen Gipfelwiese. Retour auf der gleichen Route.
| Interesse(n): | Wandern / Nordic Walking / Laufen |
| Ort: | Molln |
| Bezirk: | Kirchdorf an der Krems |
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| Öffnungszeiten: | Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez |
| Ausgangs-/Endpunkt: | Parkplatz Scheiblingau im Tal der Krummen Steyrling, 500 m. Zufahrt von Molln (18 km). |
| Gehzeit: | zur Feichtaualm 2,5–3 h, zu den Feichtauseen 30 Min., auf den Hohen Nock 2 h, Abstieg insgesamt 3,5 h. |
| Charakter: | landschaftlich beeindruckende Wanderung; der Weg ist gut ausgetreten, aber anfangs nur karg markiert. Der „schwarze“ Pfad auf den Hohen Nock ist gut bezeichnet, aber nur bei sicheren Wetterverhältnissen zu empfehlen! |
| Höhe: | 1963 m |
| Rastmöglichkeiten: | Jägerhaus im Bodinggraben, Polzhütte. |

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