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Ausstellung Technik Oberösterreich

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Linz
Samstag, 11.02.2012
Temperatur: -10 bis -6°C
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© Peter Provaznik, kest.net, 2meta.at
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Besuche die Dauerausstellung „Technik Oberösterreich“ im Schlossmuseum Linz!

In der Dauerausstellung „Technik Oberösterreich“ zur Astronomie, Physik sowie Industrie-, Wirtschafts- und Technikgeschichte Oberösterreichs werden Themen rund um „oberösterreichische Astronomen“, die bedeutende Sammlung physikalischer Lehrmittel des 18. bis 19. Jahrhunderts – das Museum Physicum und die Studiensammlung der Abteilung Technikgeschichte erzählt. Anhand thematischer Schwerpunkte – wie etwa das Salz oder die Kohle – wird die Geschichte der Industrie, Wirtschaft und Technik in Oberösterreich exemplarisch beleuchtet. Ausblicke in zeitgenössische Entwicklungen runden die Schau ab.

Die Astronomie
Der Bereich Astronomie wird in der Ausstellung ganz im Zeichen der Planetenbewegung stehen. War das ptolemäische (geozentrische) Weltbild, bei dem die Erde fest im Mittelpunkt des Universums stand, bis zur Zeit Johannes von Gmundens (1380/84-1442) im 15. Jh. gebräuchlich - ein Wegbereiter des neuen Weltbildes war Georg von Peuerbach (1423-1461) -, so stellte Nicolaus Kopernikus (1473-1543) die Sonne in den Mittelpunkt der Planetenbewegung (kopernikanisches oder heliozentrisches Weltbild). Auf dieser Grundlage und mit Hilfe von Vorarbeiten Tycho Brahes (1546-1601) war es Johannes Kepler (1571-1630) möglich festzustellen, dass die Planeten nicht auf Kreisbahnen um die Sonne liefen, sondern vielmehr elliptische Bahnen einschlugen. Für Oberösterreich und Linz ist vor allem das 3. Kepler’sche Gesetz von Bedeutung, da Kepler es an seinem damaligen Wohnort, im heute so genannten „Keplerhaus“, in der Linzer Rathausgasse verfasste. (Keplers Bedeutung reicht jedoch über die Astronomie hinaus in den Bereich der Mathematik. Mit der Kepler’schen Fassregel, die er für die oberösterreichischen Landstände erstellt hatte, gelang ihm die Errechnung von Integralen.) Nach einem Rundgang durch die astronomischen Erkenntnisse des 15., 16. und 17. Jh. wird die Dauerausstellung, die durch besondere Highlights aus dem Bereich der Globenkunde und der Sammlung Sonnenuhren bereichert wird, mit einem Ausblick auf Pater Placidus Fixlmillner (1721-1791), dem ersten Direktor der Sternwarte Kremsmünster, und auf die Astronomie im 19. Jh. beschlossen. Interessierte Besucherinnen und Besucher finden als besonderes Highlight eine informative Animation mit gut verständlichen Inhalten der astronomischen Forschungsentwicklungen vor und können sich mittels einer Karte über Sternwarten in Oberösterreich informieren.

Das Museum Physicum
Ein besonderes Highlight innerhalb der technikgeschichtlichen Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen ist das so genannte Museum Physicum. Dieses physikalische Unterrichts- und Lehrmittelkabinett, das 1754 vom Jesuitenpater Joseph Walcher, Physiklehrer am Linzer Lyzeum, begründet wurde, fand in der Zeit Professor Franz Xaver Rachers (1730-1800) seine Hochblüte. Das Glanzstück der Sammlung ist die große barocke Scheibenelektrisiermaschine, die auch in der neuen Dauerausstellung entsprechende Würdigung erfährt. 1960 wurde das Kabinett vom Akademischen Gymnasium Spittelwiese den Oberösterreichischen Landesmuseen übergeben. Eine 1952 getroffene Einteilung der Instrumente in sechs Themenbereiche (Astronomie, Optik, Elektrizität, Magnetismus, Mechanik und Wärmelehre) wird für die Dauerausstellung übernommen, wiewohl heute die Physik längst anders unterteilt wird. Mit Hilfe der Anschauungs- und Demonstrationsmodelle des Museum Physicum kann einerseits der Wandel der physikalischen Forschung überhaupt, im Speziellen aber die Veränderung des Lehrplans für Physik veranschaulicht werden. Im Experimentierbereich „Denk mal!“ können Besucherinnen und Besucher exemplarisch nachgebaute Objekte aus dem Museum Physicum ausprobieren und physikalische Erkenntnisse „begreifen“.

Industrie-, Wirtschafts- und Technikgeschichte in Oberösterreich
Aufgrund der Reichhaltigkeit, die Oberösterreich an industrie-, wirtschafts- und technikgeschichtlichen Themen zu bieten hat, wird es thematische Schwerpunkte geben. In Spannungsfeldern von Herkunft – Zukunft, Tradition – Innovation, Mobilität – Stabilität, Wohlstand – Wärme sowie Arbeit – Leben werden neben traditionellen Themen und Techniken (Salz und Kohle, Textilverarbeitung) Entwicklungen der Gegenwart (Flugzeugtechnik, erneuerbare Energien) vorgestellt.
Dieser Bereich der Schausammlung wird sowohl eiligen, als auch Besucherinnen und Besuchern, die sich vertiefen wollen gerecht werden. Neben eindrucksvollen Objekten werden Audiostationen mit kuriosen, lustigen oder spannenden Geschichten zur oberösterreichischen Industrie-, Technik- und Wirtschaftsgeschichte zum Hörerlebnis beitragen, ein Magazin wird dazu einladen unter anderem Geschichten und G’schichtln nachzulesen, statistisches Material auf äußerst angenehme Weise kennenzulernen, darin zu blättern und zu verweilen. Einem historischen Ordnungssystem in Form von Karteikarten folgend, wird die Industriegeschichte Oberösterreichs exemplarisch mit den „Top 100-Firmen“ beleuchtet. Eine weitere Vertiefungsmöglichkeit findet die Besucherin und der Besucher im Zusammenhang mit einer „Streuungskarte“, die zeigen wird, welche Industrie- und Gewerbezweige in welcher Region und zu welcher Zeit vorherrschend und besonders verbreitet waren. Wer nach dem Besuch in der Dauerausstellung Lust bekommt, die Industriekultur Oberösterreichs zu erwandern, kann mit Hilfe einer Wanderkarte, die im Museum kostenlos erhältlich ist, einen Streifzug durch Oberösterreich machen und so die Industriedenkmäler des Landes, aber auch verschiedene Themenmuseen kennen lernen.
Die Ausstellung wird auch ein spezielles Angebot für Kinder bereithalten, durch das sie unter anderem das bereits eingeführte Maskottchen „Schrauferl“ leiten wird.

Die technikgeschichtliche Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen anders gesehen
Die Oberösterreichischen Landesmuseen verfügen nach dem Technischen Museum in Wien über die größte technikgeschichtliche Sammlung Österreichs und sind das einzige Landesmuseum, das eine eigene Abteilung zur Technikgeschichte besitzt.
Oft entscheiden kuriose Fragestellungen, ob ein Objekt in die Sammlung aufgenommen oder in einer Ausstellung gezeigt wird. Diese entscheidenden Fragen rund um ein Objekt und eine Sammlung – Was ist eigentlich ein (museales) Objekt? (archäologischer Bodenfund, Ladenhüter, Designware, Luxusgüter, etc.), Wie kommt es ins Museum?, Warum ergänzt ein Objekt eine (Studien-)Sammlung?, Wie wird mit dem Objekt im Museum umgegangen?, Was macht ein Kurator eigentlich?, Wie kommt das Objekt aus der Sammlung in die Ausstellung? – werden mit Hilfe eingängiger, aber provokativer Begriffe beantwortet. Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, bei der Bestimmung von „mystery objects“ (das Objekt war bislang nicht zu bestimmen), seien diese Altfunde oder Neuzugänge, zu helfen.

Ultraleichtmobiles Liegerad Go-one³ mit selbsttragendem Chassis und aufklappbarem                abnehmbarem Dach, Acrylglaskuppel, Faserverbund-Chassis, Eigengewicht: 30 kg,                Angegebene Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h, Oberösterreichische Landesmuseen, Inv. Nr. T 2009 / 0630, Spende der OÖ. Akademie für Umwelt und Natur.
 
Modell des geschlossenen Pferdestraßenbahnwagens Nr. 32 der Linzer Pferde-Straßenbahn Urfahr-Landstrasse-Bahnhof aus der Zeit um 1897, Oberösterreichische Landesmuseen, Inv. Nr. T 1974/0124
 
Steyr Waffenrad als Dienstfahrzeug der Voest, Nr. 760, Graz, erzeugt zwischen 1946 - 1965, verwendet bis etwa 2007.

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Anbieter

Schlossmuseum Linz
Schlossberg 1, 4010 Linz
Tel.: +43 (732) 774419-0
e-Mail: schloss@landesmuseum.at
Web: http://www.schlossmuseum.at
Unverbindliche Anfrage an schloss@landesmuseum.at

Tourismusverband

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e-Mail: tourist.info@linz.at
Web: http://www.oberoesterreich.at/linz
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